Gemeindegründung · Dortmund-Eving

Schatzsuche mit Phil

Mit Gott Menschen begegnen

Bei einer Schatzsuche nehmen wir uns zuerst Zeit zum Beten. Wir hören auf den Heiligen Geist und halten Eindrücke fest, die auf Menschen hinweisen könnten, denen Gott begegnen möchte. Anschließend gehen wir los, sprechen Menschen an und bieten Gebet an.

Phil hilft dir, die Eindrücke zu sammeln und unterwegs im Blick zu behalten. Die eigentliche Begegnung findet zwischen dir und dem Menschen statt, den du ansprichst.

Warum wir das machen

Warum wir das tun

Als Jesus Nathanael begegnet, spricht er etwas aus dessen Leben an, das Nathanael überrascht. Daran erkennt Nathanael, dass Jesus ihn kennt.

„Woher kennst du mich?“ fragte Nathanael. Jesus antwortete: „Ich sah dich schon unter dem Feigenbaum, bevor Philippus dich rief.“

Johannes 1,48

Auch im Gespräch mit der Frau am Brunnen wird deutlich, dass Jesus ihre Geschichte kennt. Sie erzählt anderen von dieser Begegnung.

So verstehen wir auch die Schatzsuche: Ein Eindruck kann ein Gespräch eröffnen, in dem ein Mensch Gottes Liebe erfährt und das Evangelium hört. Der „Schatz“ ist der Mensch, dem wir begegnen.

Schritt 1

1. Beten und Eindrücke sammeln

Nimm dir vor dem Losgehen etwa zwanzig Minuten Zeit. Öffne in Phil den Bereich Schatz, lege eine neue Karte an und frage Gott, wem du heute begegnen sollst.

Notiere die Eindrücke, die dir kommen. Das dürfen einfache oder zunächst ungewöhnlich wirkende Hinweise sein. Wenige Stichworte genügen; wenn dir zu einem Feld nichts einfällt, bleibt es leer.

Die Karte hat fünf Bereiche:

Ort

etwa eine Bushaltestelle, eine Bäckerei oder eine Rolltreppe.

Name

beispielsweise Andreas, Petra oder Yusuf.

Aussehen

etwa ein roter Schal, ein Zopf oder Krücken.

Gebetsanliegen

zum Beispiel Schmerzen im linken Knie, Rückenbeschwerden oder Streit in der Familie.

Etwas Ungewöhnliches

etwa ein Dackel, ein Luftballon oder ein Regenschirm bei Sonne.

Schritt 2

2. Losgehen und aufmerksam sein

Tippe auf Losgehen. Phil zeigt deine Stichworte auf einem Bildschirm und hält die Anzeige während der Nutzung aktiv. Wähle einen der notierten Orte und achte unterwegs darauf, ob dir etwas von deiner Karte begegnet.

Manchmal erschließt sich ein Eindruck erst im Gespräch. Bleibe offen und prüfe, ob er wirklich zur Situation passt. Du brauchst keine Übereinstimmung herzustellen. Weitere Eindrücke kannst du über das Plus neben der jeweiligen Kategorie ergänzen.

Schritt 3

3. Das Gespräch beginnen

Wenn ein Hinweis zu einer Person passen könnte, kannst du sie freundlich ansprechen. Erkläre kurz, was du machst, und frage, ob du ihr die Karte zeigen darfst.

„Wir haben vorhin gebetet und dabei einige Eindrücke aufgeschrieben. Einer davon könnte zu dir passen. Darf ich dir kurz zeigen, was wir notiert haben?“

Über Karte zeigen öffnest du die Ansicht mit den Stichworten. Persönliche Notizen und andere Einträge bleiben ausgeblendet. Im Gespräch kannst du passende Hinweise antippen und markieren.

Nimm dir Zeit, zuzuhören. Du möchtest den Menschen kennenlernen und erfahren, was ihn gerade beschäftigt.

Schritt 4

4. Gebet anbieten

Frage, ob es ein Anliegen gibt, für das du beten darfst. Wenn die Person zustimmt, bete kurz und verständlich. Bei Schmerzen kannst du danach fragen, ob sie eine Veränderung wahrnimmt.

Wenn sie kein Gebet möchte, respektiere das und verabschiede dich freundlich.

Schritt 5

5. Von Jesus erzählen

Sprich darüber, warum du betest und was Jesus mit dieser Begegnung zu tun hat. Wenn dein Gegenüber mehr wissen möchte, kannst du mit den 3 Kreisen das Evangelium erklären: Gottes Plan, den Zerbruch durch die Sünde und die Rettung durch Jesus Christus.

Eine Einladung, Jesus nachzufolgen, soll verständlich sein. Gib deinem Gegenüber Gelegenheit, Fragen zu stellen und auf das Gehörte zu antworten.

Schritt 6

6. Die Begegnung festhalten

Nach dem Gespräch kannst du über Festhalten ergänzen, was geschehen ist: wem du begegnet bist, wofür ihr gebetet habt und wie die Person reagiert hat. Anschließend lässt sich die Begegnung als Zeugnis sichern.

Wenn ihr in Kontakt bleiben möchtet, vereinbart das gemeinsam. Halte Kontaktdaten und einen möglichen nächsten Termin mit Zustimmung der Person fest. So kannst du weiter für sie beten und dich verlässlich melden.

Ehrlich gesagt

Im Hören auf Gott wachsen

Es kann sein, dass du an einem Nachmittag keine passende Begegnung hast. Auch das darfst du ehrlich festhalten. Wir wollen lernen, auf den Heiligen Geist zu hören und Eindrücke zu prüfen.

Wenige konkrete Hinweise helfen dabei mehr als eine lange Liste allgemeiner Merkmale. Entscheidend ist die Begegnung mit dem Menschen und die Bereitschaft, Gott zu gehorchen.

Was Leute fragen

Häufige Fragen

Ich habe wenig Erfahrung mit prophetischen Eindrücken. Kann ich mitmachen?

Ja. Du kannst mit einfachen Eindrücken beginnen und darin üben, auf Gott zu hören. Nimm dir Zeit zum Beten und zum Prüfen dessen, was du wahrnimmst.

Was mache ich, wenn ein Eindruck nicht passt?

Bleibe ehrlich. Du kannst sagen, dass du dich offenbar geirrt hast. Vielleicht ergibt sich trotzdem ein Gespräch; vielleicht verabschiedet ihr euch freundlich.

Muss ich zu zweit gehen?

Du kannst auch allein losgehen. Zu zweit könnt ihr euch ergänzen: Einer spricht, während der andere betet. Für unsere Form der Schatzsuche verwenden wir eine gemeinsame Karte.

Wie oft sollte ich eine Schatzsuche machen?

Beginne mit einem Nachmittag und sammle Erfahrungen. Wenn dir diese Form der Evangelisation liegt, kannst du sie in deinen Alltag aufnehmen.

Woher das kommt

Hintergrund

Die Schatzsuche orientiert sich an der von Kevin Dedmon in The Ultimate Treasure Hunt beschriebenen Methode. Wir nutzen eine gemeinsame Karte mit wenigen Stichworten. Uns ist wichtig, dass sich aus der Begegnung auch ein verständliches Gespräch über das Evangelium entwickeln kann.

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